Das einfachste Kontenmodell für dein Business - Teil 2

In Teil 1 habe ich geteilt, welches simple Kontenmodell ich für mein Business nutze. Falls du den Artikel noch nicht gelesen hast, findest du ihn hier. Lies Teil 1 zuerst und komme dann hierher für Teil 2 zurück.


Ein Kontensystem (oder Kontenmodell) ist schon die halbe Miete auf dem Weg zu Businessfinanzen, die wirklich Spaß machen. Nun musst du natürlich wissen, wie du die verschiedenen Konten füllst. Die Frage lautet also: Woher weißt du, wie viel Geld du auf welches Konto packst?
Du weißt schon, dass all deine Einnahmen auf deinem Einnahmenkonto landen. Nimmst du auch Umsatzsteuer ein, kommt diese als allererstes auf ein separates Konto (gerne bei einer anderen Bank). Danach nimmst du die Zuteilungen auf die anderen Konten vor. Und zwar teilst du, unabhängig von der Summe deiner Einnahmen, jedem Konto einen bestimmten Prozentsatz deines Umsatzes zu.
 
Gehalt
Du solltest (musst?) dich von Tag 1 selbst bezahlen. Egal ob du 100 Euro, 1000 Euro oder 10.000 Euro Umsatz pro Monat umsetzt. Bezahle dich zuallererst selbst. Als Solopreneurin mit dienstleistungsbasiertem Onlinebusiness sind 25 Prozent deiner Nettoeinnahmen zunächst ein guter Richtwert. Nach und nach kannst du diesen Wert für dein Business anpassen.
 
Steuern
Auf diesem Konto landen die Beträge für Einkommens- und gegebenenfalls Gewerbesteuer. Falls du im vergangenen Jahr schon selbstständig warst und Steuern gezahlt hast, kannst du diese Zahlung als Richtwert nehmen. Dazu teilst du deine gesamte Steuerlast durch deinen Umsatz und multiplizierst mit 100. Hast du also einen Umsatz von 50.000 Euro gemacht und Steuern in Höhe von 10.000 Euro gezahlt, rechnest du 10.000€/50.000€*100 und erhältst 20 Prozent.
Hast du bislang keine Steuern gezahlt, solltest du deine Steuerlast großzügig planen, damit du nicht in Bedrängnis gerätst, wenn du deine Einkommens- und Gewerbesteuer zahlen musst. Setze hier zu Anfang 30 bis 35 Prozent deines Umsatzes an.
 
Kosten
Ein Business zu starten und am Laufen zu halten kostet Geld. Um zu wissen, wie viel das genau ist, addierst du alle Kosten deines Geschäftsjahres. Auch hier gilt, wenn du schon länger selbstständig bist, greife gerne auf deine Vorjahreswerte zurück. Falls nicht, musst du auch hier wieder schätzen. Generell lässt sich sagen, dass sich die Kosten gerade zu Beginn der Selbstständigkeit klein halten lassen. Und je mehr dein Business wächst, desto mehr wachsen deine Bedürfnisse und Ansprüche. Die Formel für den Prozentsatz der Kosten ist dieselbe wie bei deinen Steuern.
Nun ist es so, dass deine Kosten vermutlich jeden Monat schwanken. Deswegen ist es ratsam, auf diesem Konto einen gewissen Puffer zu haben. 25 Prozent sind ein guter anfänglicher Richtwert.
 
Rücklagen und Gewinn
Dieses Konto scheint auf den ersten Blick nicht essenziell, doch wenn du dich für deinen unternehmerischen Mut belohnen willst, brauchst du dieses Konto. Ein Schlüsselzweck eines Unternehmens ist nämlich Gewinn zu erwirtschaften. Ansonsten könntest du auch einen Verein gründen. Außerdem schützt dich dieses Konto im Falle eines Falles vor finanziellem Schaden. Für den Anfang reicht es durchaus, lediglich 5-10 Prozent deines Umsatzes auf dieses Konto zu zahlen.
 
Investitionen
Dieses Konto ist unverzichtbar, wenn dein Business wachsen soll. Denn von diesem Konto zahlst du neue Geräte, Kurse, Mentorings und sparst auf deine erste VA. Eben alles, was dein Business voranbringt. Dabei gilt es, Kosten nicht mit Investitionen zu verwechseln. Hier darfst du 10 Prozent deines Umsatzes einplanen.
 
Die Prozentwerte sind für jedes Business individuell, du musst selbst anhand deiner eigenen Zahlen herausfinden, wie hoch deine verschiedenen Prozentsätze sind. Natürlich müssen die Prozentwerte am Ende 100 Prozent ergeben. Je länger du selbständig bist und je größer der Erfahrungsschatz, auf den du zurückgreifen kannst, desto genauer werden deine Prozentwerte. Wichtig ist, dass du nicht Geld von deinen verschiedenen Konten hin und her schiebst. Vor allem von deinem Steuerkonto solltest du dir niemals etwas leihen, denn das bringt dich potenziell in Teufels Küche. 

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